Gärten
der Welt

Gärten der Welt

Ein Spaziergang durch die Welt der Gärten von Japan bis England, vom Alten Ägypten bis in unsere Tage.

Die Ausstellung präsentiert berühmte Gärten aus der ganzen Welt und erzählt Geschichten von Menschen, die in Gärten Inspiration, Liebe, Glück oder Zuflucht gesucht haben.

 

Die verschiedenen Vorstellungen und die Suche nach dem Paradies sind eines der grossen Themen. Ebenso die Geschichte der europäischen Gartenkultur vom Mittelalter bis in die Romantik. Ein vor dem Museum aufgebauter urbaner Garten mit Gemüse und Kräutern schlägt den Bogen in die heutige Zeit.

 

Grosse Namen der Kunst sind in der Ausstellung vertreten, etwa der japanische Künstler Kitagawa Utamaro, Claude Monet oder Max Liebermann. Ebenso Zeitgenossen wie Ai Weiwei und Wolfgang Laib, der sein Kunstwerk aus Blütenstaub auf den Museumsböden ausstreuen wird.

 

Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind Gärten in der Indischen Malerei. In über sechzig Bildern wird die Vielfalt der Gärten, aber auch die enge Beziehung der Menschen zur Natur zu sehen sein: Prächtige Palastanlagen mit geometrischen Gärten, Terrassen, auf denen debattiert wird und lauschige Gartenpavillons, wo sich Liebespaare treffen.

Das Westliche Paradies des Amitabha (Taima Mandara)

In der buddhistischen Schule des «Reinen Landes» gibt es die Vorstellung eines Paradieses, in dem Buddha Amitabha in einem zauberhaften Palast residiert. Davor liegt ein goldener Teich mit Lotosblumen, aus denen die Auserwählten wiedergeboren werden.

Buddhistische Hängerolle aus Japan, 19. Jh.
Tusche, Farben und Gold auf Seide
 © Museum Rietberg Zürich, Foto: Rainer Wolfsberger

Gartenplan aus dem Grab des Sennefer in Ägypten, ca. 1400 v. Chr.
Eine der bekanntesten Gartendarstellungen aus dem Alten Ägypten stammt aus dem Grab des Sennfers, des Bürgermeisters von Theben. Das Wandbild wurde 1828 von Ippolitto Rossellini entdeckt und vor Ort abgezeichnet. Dargestellt ist der Garten des Amun-Tempels von Karnak (Luxor), der grössten antiken Tempelanlage der Welt.

Zeichnung von Ippolito Rosellini, 1834 © Universitätsbibliothek Heidelberg

Morgenkonzert
Carl Spitzweg (1808–1885), um 1848/1850
Öl auf Sperrholz
Kunsthaus Zürich, Sammlung Johanna und Walter L. Wolf, 1984
© 2016 Kunsthaus Zürich

Der Trailer zur Ausstellung.

Wespe und Haarraupe auf Pfeilwurzpflanze
Utamaros berühmtes Insektenbuch, das auch unter dem Titel «Im Garten ein Summen» bekannt ist, zeigt Farbholzschnitte mit Pflanzen, Insekten und Reptilien. Jedes Blatt ist mit Gedichten versehen, die voll von erotischen Anspielungen sind. Das Summen der Tiere wird zu einem köstlichen Gesang der Liebe und Leidenschaft.

Aus dem Insektenbuch von Kitagawa Utamaro, 1788 Farbholzschnitt
© Museum für Asiatische Kunst, Fotografie: Jürgen Liepe

Krishna und Radha
Dargestellt ist das erste Zusammentreffen des Gottes Krishna mit dem Hirtenmädchen Radha, wie es im berühmten indischen Gedicht Gita Govinda erzählt wird. Am Schluss des Gedichts vereinigen sich die beiden nach einer langen Trennung zum zweiten Mal. Das Einswerden der beiden Liebenden am Ende steht als Symbol für das Eingehen in das Absolute, als mystische Vermählung zwischen der Gottheit und dem Menschen.

Gemalt von einem Nachkommen der ersten Generation des Künstlers Nainsukh von Guler Indien, Pahari-Region, 1775/1780
Dauerleihgabe Barbara und Eberhard Fischer
© Museum Rietberg Zürich, Foto: Rainer Wolfsberger

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